Notruf & wichtige Rufnummern

Unter der europaweiten Notrufnummer 112 erreichen Sie in der gesamten EU die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Der Notruf läuft auf der jeweils zuständigen Leitstelle auf, wo er kompetent entgegengenommen und bearbeitet wird.

Gehörlose oder stumme Mitbürgerinnen und Mitbürger können über ein Notfallfax Hilfe anfordern. Hierzu steht ein Formular – auch mehrsprachig – im öffentlichen "Downloadbereich" zur Verfügung. 

Spezielle Notlagen – spezielle Rufnummern

Im Folgenden sind weitere Rufnummern aufgeführt, welche Sie von Ihrem Festnetz- oder Mobiltelefon aus ohne Vorwahl nutzen können.

  • Notruf der Polizei: 110
  • Krankentransport: 19 222
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist die Vertretung Ihres Hausarztes, welchen Sie in der Regel außerhalb der Praxiszeiten nicht erreichen können. Ihr Anruf wird automatsich in das für Sie zuständige Callcenter weitergeleitet.

Einsatzzeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes:

Montag | Dienstag | Donnerstag: 18:00 - 08:00 Uhr am Folgetag

Mittwoch | Freitag: 12:00 - 08:00 Uhr am Folgetag

Samstag | Sonntag | Feiertag: rund um die Uhr

In einer lebensbedrohlichen Notfallsituation, wenden Sie sich bitte sofort an die Leitstelle der Feuerwehr und des Rettungsdienstes unter der Rufnummer 112!

  • Giftinformationszentrale: (0228) 19 240 (Universitätsklinik Bonn, 24 Std. erreichbar)
  • Tierärztlicher Notdienst: (02238) 3435 

Der Notruf – welche Fragen muss ich beantworten? 

Viele erinnern sich bestimmt noch an den Erste-Hilfe-Kurs für den Erwerb der Fahrerlaubnis oder die jährliche Fortbildung am Arbeitsplatz, wo die wichtigen Fragen – die „5 W“ eines Notrufgespräches – gelehrt wurden.

Aber viel wichtiger ist, dass Sie sich die Rufnummer 112 merken – alles Weitere erfragen die erfahrenen Disponenten im Notrufgespräch. Legen Sie erst dann auf, wenn der Disponent der Leitstelle das Gespräch beendet.

In den Leitstellen für die Feuerwehr und den Rettungsdienst sitzen ausgebildete Disponenten, die gezielte Fragen stellen, um Ihnen schnellstmöglich geeignete Hilfe zukommen zu lassen. Folgende Fragen werden Ihnen im Gespräch gestellt:

Wo geschah es?

Was geschah?

Wie viele Personen sind betroffen?

Welche Art der Erkrankung/ Verletzung liegt vor?

Eventuell wird der Disponent weitere Rückfragen stellen, um ereignisspezifische Besonderheiten zu erfahren. Hierbei kann ihre Unterstützung wertvolle Zeit sparen. Bei Vergiftungen können Sie, falls möglich, die eingenommene Substanz (Medikamente, Spülmittel, Pflanzenteile etc.) mitteilen. Bei Verkehrsunfällen mit Gefahrguttransporten sollten Sie auf die orangefarbigen Warntafeln und eventuell auf den Tafeln vorhandene Kennzahlen hinweisen. 

Nehmen Sie bitte die Hilfestellung durch den Disponenten in Bezug auf Erste-Hilfe-Maßnahmen oder die Absicherung von Unfallstellen an. Begeben Sie sich dabei jedoch nicht selbst in Gefahr!

Das Nennen einer Rückrufnummer ist von erheblicher Bedeutung, weil nur dadurch die Möglichkeit besteht, bei Rückfragen Kontakt mit dem Anrufer aufzunehmen. Dies ist vor allem dann erforderlich, wenn die Rettungskräfte den Einsatzort nicht auffinden können. Sind Sie in öffentlichen Verzeichnissen registriert, so kann Ihre Rufnummer jederzeit auch zurückverfolgt werden.

In Deutschland sind Notrufe von einem Mobiltelefon aus nur mit einer betriebsbereiten SIM-Karte möglich, um den Missbrauch der Notrufnummern zu verhindern. Eine Eingabe des PIN-Codes ist in der Regel jedoch nicht erforderlich, um den Notruf zu wählen. 

Bei einem sehr hohen Notrufaufkommen (z. B. bei Flächenlagen wie Sturm oder Starkregen) ist nicht auszuschließen, dass es zu kurzen Wartezeiten kommt. Beachten Sie in diesem Fall bitte die automatische Bandansage und legen Sie keinesfalls auf! Ihr Anruf wird chronologisch erfasst und schnellstmöglich bearbeitet. Wenn Sie jedoch auflegen und den Notruf erneut anwählen, kann wertvolle, lebensrettende Zeit verloren gehen.